Welche Peking Sehenswürdigkeiten schafft man in vier Tagen? Wir waren vom 15. bis 19. August 2026 vier Nächte in der Stadt, am Ende unserer Rundreise über Shanghai, Hangzhou und Suzhou. Hier steht, was wir gemacht haben, was es gekostet hat und wie wir ohne Gruppentour zur Großen Mauer gekommen sind.
Kurz gesagt: Die Verbotene Stadt an einem verregneten Sonntagmorgen, am Abend der Blick vom Jingshan-Hügel über ihre Dächer, mit dem Fahrrad bis ins Finanzviertel und ein Morgen an der Großen Mauer bei Mutianyu, mit eigenem Fahrer und vor den Reisegruppen.
Auf einen Blick
| Unsere vier Nächte in Peking | |
|---|---|
| Zeitraum | 15. bis 19. August 2026 |
| Anreise | Zug G738 ab Suzhou Nord, an Peking Süd um 18:47 Uhr, Business Class |
| Hotel | Regent Beijing, rund 200 € pro Nacht mit Frühstück |
| Gemacht | Verbotene Stadt, Jingshan-Hügel, Fahrrad bis ins Finanzviertel, Große Mauer |
| Große Mauer | Mutianyu, privater Fahrer über Trip.com, rund 100 € für acht Stunden und 100 km |
| Weiter | Flug nach Seoul mit Air China, Business Class, 250 € pro Person |
Anreise: mit dem G738 nach Peking Süd
Nach Peking kamen wir am Samstag, dem 15. August, mit dem Hochgeschwindigkeitszug G738 aus Suzhou: ab Suzhou Nord um 12:46 Uhr, an Peking Süd um 18:47 Uhr, sechs Stunden und eine Minute in der Business Class. Die Fahrt war so besonders, dass sie einen eigenen Artikel bekommen hat: Zug Shanghai–Peking in der Business Class.
Die Verbotene Stadt an einem verregneten Morgen
Unser erster ganzer Tag, Sonntag, der 16. August, begann in der Verbotenen Stadt, dem Kaiserpalast der Ming- und Qing-Dynastie. Die UNESCO führt ihn seit 1987 als Welterbe. Es regnete, und trotzdem stand kurz nach acht Uhr, noch vor der Öffnung um 8:30 Uhr, eine lange Schlange vor dem Eingang. Fast alle hatten einen Regenschirm dabei.

Auch drinnen war es trotz des Wetters voll. Die großen Hallen stehen auf Terrassen aus weißem Stein, an diesem Morgen glänzte das Pflaster vor Nässe.

Hinweis: Tickets für die Verbotene Stadt gibt es laut Palastmuseum nicht am Besuchstag. Du buchst sie vorab online und gibst als ausländischer Gast deine Passnummer an. Montags ist geschlossen, außer an traditionellen Feiertagen, und pro Tag lässt das Museum höchstens 40.000 Besucher ein.
Am Abend: der Blick vom Jingshan-Hügel
Am Abend desselben Tages standen wir auf dem Hügel im Jingshan-Park, der direkt nördlich der Verbotenen Stadt liegt. Von oben schaust du über das Nordtor auf die goldgelben Dächer des Palasts. Der Regen hatte aufgehört, der Himmel war klar, und das Licht wurde langsam warm. Allein waren wir dort nicht: Oben drängten sich viele, die denselben Blick wollten.

Tipp: Palast und Hügel lassen sich gut an einem Tag verbinden, so wie bei uns: morgens in die Verbotene Stadt, abends auf den Jingshan. Das Nordtor des Palasts liegt dem Park direkt gegenüber.
Mit dem Fahrrad bis ins Finanzviertel
Einen Teil der Stadt haben wir mit dem Fahrrad erkundet und sind dabei bis ins Finanzviertel gefahren. Leihräder standen auch in der Nähe unseres Hotels am Straßenrand.

Navigiert haben wir in Peking wie auf der ganzen Reise mit Amap, das mobile Internet kam über die Trip.com-eSIM. Bezahlt haben wir ausschließlich mit Alipay, direkt von der hinterlegten Kreditkarte. Wie das an der Kasse abläuft, steht in unserem Guide zum Bezahlen in China.
Die Große Mauer bei Mutianyu: früh hin, vor den Reisegruppen
Zur Großen Mauer haben wir keine Gruppentour gebucht, sondern über Trip.com (Werbung) einen privaten Fahrer. Er kostete rund 100 Euro für acht Stunden, 100 Kilometer inklusive. Weil die Strecke von Peking nach Mutianyu und zurück rund 140 Kilometer lang war, kam ein kleiner Aufschlag für die Mehrkilometer dazu.
Am Dienstag, dem 18. August, sind wir um sechs Uhr morgens losgefahren und waren gegen halb acht da. Damit gehörten wir zu den Ersten: Die klassischen Reisegruppen kamen erst gegen neun Uhr. Die Tickets gab es direkt vor Ort, hinauf sind wir mit der Seilbahn gefahren.

Voll war es um diese Zeit nicht, dafür extrem schwül. Wir kamen richtig ins Schwitzen und sind deshalb von halb acht bis gegen zehn Uhr geblieben. Danach gab es einen Kaffee: Die Infrastruktur ist dort sehr gut, mit vielen Restaurants und Toiletten.

Ist es nicht so heiß, lohnt sich auch der Weg hinauf zu Fuß. Laut dem Schild am Südweg ist er 930 Meter lang, hat rund 1.000 Stufen und führt in etwa 40 Minuten zu den Wachtürmen 5 und 7. Geöffnet ist er laut Schild von 9 bis 16 Uhr. Wer früher da ist, so wie wir, nimmt die Seilbahn.

Verständigt haben wir uns mit dem Fahrer ausschließlich über Google Translate. Das ging, weil Google-Dienste über unsere eSIM erreichbar waren; im chinesischen Netz sind sie gesperrt. Wie eSIM und VPN dabei zusammenspielen, steht in Internet in China.
Der Vorteil gegenüber einer Tour: Du kannst früh losfahren, bist vor den Reisegruppen da und fährst zurück, wann du willst. Viele Touren dauern nur fünf bis sechs Stunden. Gerade bei der Hitze im August fanden wir es besser, den Ausflug im eigenen Tempo zu machen.
Tipp: Schau bei der Buchung nach, wie viele Kilometer im Preis enthalten sind. Bei uns waren es 100, die Strecke war länger.
Hotel: Regent Beijing
Gewohnt haben wir im Regent Beijing, einem Fünf-Sterne-Haus, für rund 200 Euro pro Nacht mit Frühstück. Gebucht haben wir über Trip.com, dort war es rund zehn Prozent günstiger als bei Booking.com. Das Hotel findest du hier: Regent Beijing bei Trip.com (Werbung).


Wie Check-in, Pass-Scan und Kaution in chinesischen Hotels ablaufen, steht in unserem Ratgeber Hotel in China buchen.
Weiter nach Seoul
Nach vier Nächten sind wir von Peking nach Seoul weitergeflogen, mit Air China in der Business Class, für 250 Euro pro Person inklusive Lounge-Zugang, gebucht über Trip.com. Was wir auf der Reise mit Trip.com gebucht haben und wie das lief, steht in Trip.com Erfahrungen.
Was dieser Artikel nicht abdeckt
Viele Reiseführer nennen für Peking außerdem den Sommerpalast, den Himmelstempel, den Tian’anmen-Platz und die Hutongs. Dazu steht hier nichts, weil wir nur beschreiben, was wir selbst erlebt haben. Von der Großen Mauer kennen wir nur den Abschnitt Mutianyu. Ein vollständiger Peking-Führer ist dieser Artikel deshalb nicht.
Fazit
Unsere vier Nächte in Peking hatten drei Schwerpunkte: die Verbotene Stadt am Morgen, der Blick vom Jingshan-Hügel am Abend und der Tag an der Großen Mauer. Für die Mauer fanden wir den eigenen Fahrer besser als eine Tour: um sechs Uhr los, vor den Reisegruppen oben und gegen zehn Uhr wegen der Schwüle wieder fertig. Und für die Verbotene Stadt gilt: Tickets vorher online buchen, am Besuchstag selbst werden keine verkauft.
Wie es vor Peking war, steht in Suzhou Sehenswürdigkeiten und Hangzhou Sehenswürdigkeiten. Die ganze Route mit allen Zügen, Hotels und Kosten findest du in unserer China-Rundreise in zwei Wochen.
Quellen
- Palastmuseum: Besucherinformationen: Öffnungszeiten vom 1. April bis 31. Oktober 8:30 bis 17:00 Uhr, montags geschlossen außer an traditionellen Feiertagen, kein Ticketverkauf am Besuchstag, Passnummer bei der Online-Buchung, höchstens 40.000 Besucher am Tag, Jingshan direkt nördlich des Palasts
- UNESCO World Heritage Centre: Imperial Palaces of the Ming and Qing Dynasties in Beijing and Shenyang: Welterbe seit 1987
- Schild am Südweg in Mutianyu (eigenes Foto vom 18. August 2026): Länge, Stufen, Gehzeit und Öffnungszeit des Fußwegs
- Eigene Reise vom 15. bis 19. August 2026: Fotos, Zugverbindung laut Trip.com-Buchung, Hotelpreis und Preisvergleich, Fahrer und Ablauf des Ausflugs nach Mutianyu, Flug nach Seoul
Stand: Oktober 2026. Öffnungszeiten und Ticketregeln der Verbotenen Stadt und in Mutianyu können sich ändern, prüfe sie vor dem Besuch auf der Seite des Palastmuseums. Hotel- und Fahrerpreise schwanken je nach Saison.
