Saily ist die eSIM-Marke von Nord Security, dem Unternehmen hinter NordVPN. Die China-Tarife starten laut Anbieter bei 3,99 USD für 1 GB über 7 Tage und sind damit eines der günstigeren Datenpakete am Markt. Wichtig vorab: Diesen Anbieter haben wir nicht selbst in China genutzt — die folgenden Angaben stützen sich auf Anbieterinformationen und öffentlich verfügbare Nutzerberichte.
Im Detail
Saily ist Nord Securitys eSIM-Marke. Die China-Tarife nutzen lokale Netze, ohne VPN-Routing — für Reisende, die NordVPN separat einsetzen und keine Bundle-Lösung wollen.
Pro
- Niedriger Einstiegspreis: ab 3,99 USD für 1 GB / 7 Tage laut Anbieter
- Sinnvolle Ergänzung, wenn ohnehin ein NordVPN-Abo vorhanden ist
- App mit Restvolumen-Anzeige — bei kleinen Paketen praktisch relevant
- Anbieter gehört zu Nord Security, also kein anonymer Wiederverkäufer
- Reine Datenbuchung ohne Vertrag, Aktivierung per QR-Code vor Abflug möglich
Contra
- Kein Routing über Server außerhalb Chinas — blockierte Dienste bleiben ohne VPN blockiert
- Keine chinesische Rufnummer und kein SMS-Empfang; Alipay, WeChat, DiDi, 12306 und Meituan verlangen teils genau das
- Nachbuchen von Datenvolumen laut Anbieter nicht für jeden Tarif verfügbar
- Jünger am Markt: wenige öffentliche Erfahrungsberichte speziell aus China
- Keine eigene Vor-Ort-Nutzung dieses Anbieters — alle Angaben beruhen auf Anbieterinformationen und Nutzerberichten
- Abrechnung in US-Dollar, mögliche Fremdwährungsgebühr der Karte
Wozu dieses Produkt konkret taugt
Saily verkauft mobiles Datenvolumen für die Zeit in China — nicht mehr und nicht weniger. Du buchst ein Paket, bekommst einen QR-Code, aktivierst die eSIM und surfst über ein lokales Netz. Das deckt den Grundbedarf ab: Karten, Übersetzer, Buchungsbestätigungen, Hotspot für den Laptop.
Was Saily nicht leistet: Es löst das Zensurproblem nicht. Wer Google, WhatsApp, Instagram oder KI-Tools nutzen will, braucht zusätzlich ein VPN — dazu mehr im dritten Abschnitt. Damit unterscheidet sich Saily grundlegend von Produkten wie der Trip.com China eSIM, deren Traffic über Server außerhalb Chinas läuft.
Eine zweite Grenze teilt Saily mit jeder reinen Daten-eSIM: Es gibt keine chinesische Rufnummer und keinen SMS-Empfang. Für die Verifizierung bei Alipay, die Entsperrung eines WeChat-Kontos, DiDi, die Bahn-App 12306 oder Meituan wird aber teils genau ein SMS-Code verlangt. Deine deutsche Nummer muss dafür erreichbar bleiben — praktisch heißt das: physische SIM im Slot lassen und Roaming für SMS aktiviert halten. Wie das im Alipay-Ablauf aussieht, steht in der Anleitung zur Alipay-Einrichtung für Touristen.
Was es kostet und was drin ist
Der Einstieg liegt nach Anbieterangaben bei 3,99 USD für 1 GB mit 7 Tagen Laufzeit; größere Pakete und längere Laufzeiten kosten entsprechend mehr. Abgerechnet wird in US-Dollar, es kann also eine Fremdwährungsgebühr deiner Karte dazukommen. Preise und Paketzuschnitte ändern sich regelmäßig — der verbindliche Stand steht bei Saily selbst.
Enthalten ist reines Datenvolumen ohne Telefonie und ohne SMS. Die App zeigt laut Anbieter das verbleibende Volumen an, was bei Paketen dieser Größe hilfreich ist: 1 GB ist in einer Woche mit Karten-Navigation und Fotos-Upload schnell aufgebraucht. Nachbuchen ist laut Anbieterangaben nicht in jedem Zielland und für jeden Tarif möglich — wer das einplant, sollte vor der Buchung prüfen, ob es für das China-Paket angeboten wird.
Wie sich das preislich gegen Holafly, Airalo, Nomad und Trip.com einordnet, steht im eSIM-China-Vergleich 2026. Wie die Aktivierung per QR-Code generell abläuft — und warum sie vor dem Abflug passieren sollte — steht in der Aktivierungs-Anleitung.
Der entscheidende Vorbehalt: kein Routing außerhalb Chinas
Das ist der Punkt, an dem die meisten Fehlkäufe passieren. Manche China-eSIMs leiten den Datenverkehr über Server außerhalb des Landes; blockierte Dienste sind damit als Nebeneffekt erreichbar, ohne dass man etwas einrichtet. Saily gehört nach den Angaben des Anbieters nicht dazu — die China-Tarife nutzen lokale Netze ohne solches Auslands-Routing.
Die Folge ist eindeutig: Was in China gesperrt ist, bleibt mit Saily gesperrt, solange kein VPN läuft. Google, Gmail, WhatsApp, Instagram, YouTube und die gängigen KI-Dienste sind ohne zusätzliche Software nicht erreichbar. Wer eine eSIM kauft in der Annahme, damit sei „das Google-Problem" erledigt, kauft an seinem Bedarf vorbei.
Daraus folgt auch die Reihenfolge der Vorbereitung: Das VPN muss vor der Einreise installiert und getestet sein, denn die App-Stores und die Anbieterseiten sind in China selbst schwer bis gar nicht erreichbar. Welche Anbieter dort überhaupt funktionieren, steht im VPN-Vergleich für China.
Zur Einordnung der Quellenlage: Saily ist jünger am Markt als Airalo oder Holafly, entsprechend dünner sind die öffentlich verfügbaren Erfahrungsberichte speziell aus China. Eigene Vor-Ort-Nutzung dieses Anbieters liegt uns nicht vor — wir geben hier Anbieterangaben und Nutzerberichte wieder, keine eigene Messung.
Für wen es passt — und für wen nicht
Passt gut für: Reisende, die ohnehin ein NordVPN-Abo haben oder ein anderes China-taugliches VPN fest eingerichtet nutzen. Für sie ist das fehlende Auslands-Routing kein Nachteil, sondern schlicht irrelevant — das VPN erledigt den Teil ohnehin, und übrig bleibt der Preisvorteil beim Datenvolumen. Ebenfalls sinnvoll für preissensible Kurzaufenthalte, bei denen 1 bis 3 GB realistisch reichen.
Passt weniger für: Alle, die eine Ein-Produkt-Lösung wollen und sich nicht mit VPN-Konfiguration beschäftigen möchten. Wer erwartet, dass nach dem Scannen des QR-Codes alles läuft wie zu Hause, wird mit Saily enttäuscht — nicht weil das Produkt schlecht wäre, sondern weil es etwas anderes ist. Ebenfalls ungeeignet für alle, die SMS-Empfang auf einer chinesischen Nummer brauchen; den gibt es hier wie bei keiner reinen Daten-eSIM.
Wer noch offen ist, welches Produkt überhaupt zum eigenen Reisestil passt, findet die Gegenüberstellung im eSIM-China-Vergleich 2026.
Häufige Fragen zu Saily China eSIM
- Kommt man mit der Saily eSIM in China an Google und WhatsApp?
- Nicht ohne zusätzliches VPN. Saily routet den Datenverkehr nach Anbieterangaben nicht über Server außerhalb Chinas, sondern nutzt lokale Netze. Blockierte Dienste bleiben damit blockiert, solange kein VPN aktiv ist.
- Was kostet die Saily China eSIM?
- Der Einstieg liegt laut Anbieter bei 3,99 USD für 1 GB mit 7 Tagen Laufzeit. Größere Pakete kosten mehr, abgerechnet wird in US-Dollar. Preise ändern sich — den aktuellen Stand nennt Saily selbst.
- Habt ihr Saily in China selbst benutzt?
- Nein. Zu diesem Anbieter liegt uns keine eigene Vor-Ort-Nutzung vor. Die Angaben auf dieser Seite stammen aus Anbieterinformationen und öffentlich verfügbaren Nutzerberichten, nicht aus einem eigenen Test.
- Bekomme ich mit Saily eine chinesische Telefonnummer oder SMS?
- Nein, es ist ein reines Datenprodukt ohne Rufnummer und ohne SMS-Empfang. Das ist relevant, weil Alipay-Verifizierung, WeChat-Entsperrung, DiDi, die Bahn-App 12306 und Meituan teils einen SMS-Code verlangen. Deine deutsche Nummer muss dafür per Roaming erreichbar bleiben.
- Für wen lohnt sich Saily gegenüber anderen China-eSIMs?
- Vor allem für Reisende, die ohnehin ein NordVPN-Abo oder ein anderes eingerichtetes China-VPN haben. Dann zählt nur noch der Preis pro Gigabyte, und der ist bei Saily niedrig. Wer keine VPN-Lösung einrichten will, ist mit einer eSIM besser bedient, deren Traffic von sich aus außerhalb Chinas endet.